Leben kommt. JETZT!

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  • Klimakrise

    Umweltverschmutzung = Gesundheitsverschmutzung?! 

    Ein Plädoyer: Die Verbindung zwischen der Klimakrise und unserer eigenen Gesundheit sollte uns alle motivieren, uns für eine nachhaltige und umweltfreundliche Zukunft einzusetzen. Wir alle sind Teil dieser Welt. 

    Die Fakten: Studien, Prognosen und Statistiken bestätigen die heutige Realität: „Jedes Jahr sterben weltweit etwa neun Millionen Menschen vorzeitig an den Folgen der Umweltverschmutzung. Und die offensichtlichste Auswirkung des Klimawandels ist die Zunahme der Luftverschmutzung. 

    Die Perspektive: Im so genannten „Zero Pollution Action Plan“ der EU wird eine Vision für 2050 formuliert, nach der die Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden auf ein Niveau gesenkt werden soll, das für die Gesundheit und die natürlichen Ökosysteme als unschädlich gilt. Das bedeutet, dass es von heute an noch 27 Jahre dauert, bis wir – zumindest aus europäischer Sicht – in einer „sauberen“ Welt leben.  

    Die Auswirkungen: Bei Leben kommt. Jetzt! sind wir uns bewusst, dass solche Realitäten bereits im Hier und Jetzt ihre biopsychologischen Auswirkungen haben. Deshalb halten wir es für wichtig, den persönlichen Umgang mit der eigenen „Gesundheitsverschmutzung“ bzw. dem eigenen „Gesundheitsschutz“ zu bilanzieren. Als Teil dieser Welt gehen wir davon aus, dass sich ein ungesunder Umgang mit uns selbst auch in unserem Umgang mit der Natur oder unseren Mitmenschen widerspiegelt. Biopsychologen und Neurowissenschaftler erforschen die Auswirkungen des Raubbaus an unserer Umwelt auf unser Gehirn und unsere psychische Gesundheit. Die so sogenannten Zivilisationskrankheiten, vor allem die psychischen Belastungen, haben in den letzten Jahren enorm zugenommen. Inzwischen lässt sich feststellen, dass dies nachhaltige Auswirkungen auf bestimmte Hirnstrukturen hat. Beispielsweise fällt es vielen Menschen immer schwerer, die vitalen Bedürfnisse ihres Körpers richtig wahrzunehmen. 

    Was wir tun können: Genau hier setzen wir Gesundheitshandwerker an. Einer unserer Grundsätze ist es, die eigene Körperwahrnehmung wieder zu trainieren. Dass man selbst feinfühliger für die eigenen vitalen Bedürfnisse des Körpers wird. So kann der eigene Gesundheitskompass neu ausgerichtet werden. Denn wenn man wieder erkennt, wie sich ein gesundes Leben im Hier und Jetzt anfühlt, was man persönlich dafür braucht und wie es sich im eigenen Tempo in den Alltag integrieren lässt, dann ist das aus unserer Sicht ein Gleichnis: Gesundheitsschutz = Klimaschutz. 

  • Rückblick auf unseren ersten Tagesausflug. Entwicklung des Gesundheitskompass

    Wir wollen Euch ein wenig mitnehmen und eintauchen lassen in den ersten Tagesausflug am 17. und 18.11.23 in Leipzig.

    Um es gleich vorwegzunehmen: Die erste Runde mit unseren drei Teilnehmern war eine gelungene Sache, weil es tatsächlich allen dreien gelungen ist, einen individuellen Gesundheitskompass für sich zu entwickeln. Die 24 Stunden von Anfang bis Ende waren für alle Beteiligten eine sehr bewegende und sehr persönliche Reise.

    Alle drei konnten sich auf ihrem eigenen Weg, in ihrem eigenen Tempo, der Gesundheit widmen, teilweise wirklich neu widmen. Es gab Aha-Momente, lehrreiche Momente, aber auch tief bewegende Erlebnisse, die Überraschendes hervorbrachten. Unsere Intention war es, dass wir das Thema Gesundheit nicht nur allgemein betrachten, sondern dass jeder in den verschiedenen Erlebnisphasen einen differenzierten Ebenenwechsel vornehmen kann.

    Sei es durch das Erarbeiten und Reflektieren der persönlichen Werte – im Einzelgespräch und in der Gruppe -, durch individuelle HRV-Messungen, um zu sehen, wie es im biologischen System tatsächlich aussieht, wie Stress- und Entspannungsfähigkeit ausbalanciert sind. Oder ganz allgemein: Wie sieht es gerade aus, wie ist mein Gesamtzustand und wie bin ich gerade hier, wenn ich mich in einer mir bisher unbekannten Runde bewusst meiner Gesundheit widme. Unterstützend führten wir sehr lebendige Pausen, Flowzeiten und körperorientierte Meditationen durch. So verbanden wir den Wechsel von Bewegung und Ruhe zu einem gemeinsamen Ebenenwechsel, so dass wir nicht nur im Mikrokosmos blieben, sondern auch den Makrokosmos öffneten. Sozusagen den Blick geweitet.

    Im nächsten Schritt fragten wir uns: Wie sieht meine persönliche Erfüllung in den verschiedenen Lebensbereichen derzeit aus? Wir widmeten uns den Bereichen soziales Umfeld, Beruf, körperliche Gesundheit, Emotionen und Familie. Alles wurde in der Gruppe mutig reflektiert und diskutiert und es kamen – für manche – überraschende Erkenntnisse dabei heraus.

    Im letzten emotionalen Schritt folgte ein intensiveres Coaching mit systemischen Ansätzen, um innere und äußere Widerstände anzugehen.

    Dieser Schritt ist uns sehr, sehr wichtig.

    Denn für die persönliche Umsetzung der neu gewonnenen Erkenntnisse ist es entscheidend, die Widerstände im inneren System zu reflektieren: Inwieweit gibt es einen Widerspruch zwischen Veränderung und Beharren im Denken.

    Gemeinsame Mahlzeiten, Bewegung an der frischen Luft und Schlaf als Brücke dienten der Verarbeitung des Erlebten. Die intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit auf verschiedenen Ebenen ist anspruchsvoll. Sich mit sich selbst zu beschäftigen und neue Erkenntnisse aufzunehmen, ist eine Herausforderung für das autonome Nervensystem. Es braucht Zeit, um Dinge zu verarbeiten. Gesundheit ist eben kein Sprint.

    Danke an alle Beteiligten.

  • Kann man den Geist überhaupt operieren?

    Wie kann man eigentlich unseren Geist vom Gehirn trennen und unterscheiden? Ein Gehirn kann man operieren, den Geist nicht. Eine Operation am Gehirn hingegen kann unseren Geist für immer beeinflussen.

    Dieses Denken über das Denken – die Fähigkeit unseres Gehirns, sich selbst zu beobachten – ist eines seiner großen Geheimnisse. Doch dieses Geheimnis lässt sich inzwischen gut sichtbar machen.



    Die Forschung zeigt, dass das Herz ein intelligentes Organ ist, das nicht nur unter dem Einfluss des Gehirns (des Geistes) steht, sondern umgekehrt auch das Gehirn beeinflusst. Wir alle wissen, dass unsere Emotionen oder Gefühle unser logisches Denken und unsere Entscheidungen beeinflussen. Ohne diese Richtung in unserem Nervensystem, also „von unten nach oben“ (bottom up), wären wir kaum in der Lage, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Wir kämen schlichtweg zu keiner Entscheidung und damit zu keiner aktiven Handlung. Selbst die Wahl der Kleidung am Morgen oder des Frühstücks wäre so, als stünden wir vor der Masterprüfung.

    Woher kommen Emotionen
    Die Frage, wo genau Emotionen entstehen, ist nicht so einfach zu beantworten. Traditionalisten und Romantiker verweisen beispielsweise auf das Herz. Neurochirurgen/Biologen machen das limbische System im Gehirn als Ursprung aus. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) leitet die Entstehung von Emotionen und Gefühlen aus der Symbiose der 12 Meridiane und der 5 Elemente Wasser, Holz, Erde, Metall, Feuer ab. Andere Richtungen haben sicherlich noch andere Sichtweisen.



    Es lässt sich jedoch mit Sicherheit sagen, dass das Herz mit seinen autonomen Nervenästen und der Möglichkeit, die Herzratenvariabilität (HRV) über das EKG zu messen, uns deutlich sagen kann, wie das Herz und das Nervensystem auf Stress und Emotionen reagieren. Gefühle wie Liebe, Mitgefühl oder Freude sind mit einem Anstieg der HRV verbunden, während Unsicherheit, Frustration oder unterdrückter Ärger mit einer Abnahme der HRV einhergehen, da sie dann ausgeglichener und gleichmäßiger ist.

    Dies scheint auf den ersten Blick unlogisch, da Stress nach Chaos klingt und wir uns umgekehrt ruhig und entspannt fühlen sollten, wenn die Herzfrequenzvariabilität gleichmäßig ist. Bei der HRV ist es jedoch genau umgekehrt.


    Chronisch verminderte HRV ist eine der Hauptursachen für vorzeitiges Altern, Schlafstörungen, Muskelschmerzen, akute Herzerkrankungen etc. Chronische Übererregung durch langanhaltenden, unangenehm empfundenen Stress, Sorgen, negatives Denken oder Vernachlässigung eigener vitaler und körperlicher Bedürfnisse (nach Erholung und Muse) führt dazu, dass das Blut mit erhöhter Intensität zum Herzen gepumpt wird. Das ist ungefähr so, als würde man in einem vollbesetzten Kino immer wieder „Feuer, Feuer! schreien.

    Unser Anliegen
    Warum schreiben wir das so ausführlich? Zum einen, um auf unsere Weise noch einmal deutlich zu machen, dass alles miteinander verbunden ist. Ganz im klassischen Sinne von Körper, Geist und Seele (Emotionen oder Psyche – je nach persönlichem „Geschmack“) wird es ungesund, wenn wir einem Teil zu viel Aufmerksamkeit und Führung geben. Dies führt zu einer Trennung von sich selbst als ganzheitlich zusammenarbeitendem Organismus. Auch unser Gehirn ist „nur“ ein Organ in unserem Körper, das in intensivem Austausch mit dem Herzen steht. Und andererseits haben wir mit der HRV-Diagnostik ein phantastisches Werkzeug, um innere Zustände und Zustände bildlich darstellen zu können. Damit können wir in Ruhe reflektieren, was und wo es in bestimmten Lebensbereichen nicht so gesund ist, was zu viel ist und was wahrscheinlich zu wenig kommt.

    Bei Leben kommt. Jetzt! setzen wir die HRV-Diagnostik bewusst ein, um sensibel, aber kompromisslos aufzuzeigen, wie und wodurch die eigene Gesundheit mit all ihren Facetten der Aufmerksamkeit bedarf.


    Gesundheit ist eine Reise, die wir gerne mit Euch allen teilen.